Neu in der Weltbühne: Über Feindliche Feminismen

Neu in der Buchhandlung Weltbühne:
Ein radikaler Streifzug durch zwei Jahrhunderte feindlicher (Pseudo-)Feminismen
Sophie Lewis: Feindliche Feminismen
TERFs, Pro-Life-Feminist*innen & Girl-Bosses gegen die Befreiung
aus dem Englischen übersetzt von Lisa Jureczko
Unrast Verlag 354 Seiten. 28 €

In ihrem neuen Buch entlarvt Sophie Lewis die Verknüpfungen und Verstrickungen zwischen Machtmissbrauch und (vermeintlich) feministischen Ideologien. Am Beispiel von TERFs, liberalen Girl-Bosses, Pro-Life- Feminist*innen und Verfechter*innen des Polizeiapparates zeigt Lewis auf, dass Feminismus kein Garant für Befreiung ist, sondern durch zahlreiche Akteur*innen auch im Dienste von Rassismus, Kapitalismus und Autoritarismus steht.
Das Buch ist ein Streifzug durch zwei Jahrhunderte feministischer Feindseligkeit gegen echte Emanzipation und Selbstbestimmung marginalisierter Gruppen. Durch die Kombination aus scharfsinniger Analyse, historischer Einordnung und queerfeministischen Perspektiven erschafft Lewis einen kämpferischen, ermutigenden Aufruf zu einem neuen, wahrhaft befreienden Feminismus – trans*inklusiv, queerfreundlich, dekolonial und antifaschistisch.

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Endlich wieder was zum Lachen: Der Karikaturenkalender

In der Broschürenreihe der Situationspresse NEUE-FLUG-FLUX-BLATT-ZEITUNG ist als Nummer 6 neu erschienen:
Helmut Loeven: Karikaturenkalender. Sehr richtig.

56 Karikaturen auf 48 Seiten DIN-A5 geheftet.
Jedes Exemplar ist signiert.
In der Buchhandlung Weltbühne für 5 €.
Im Versand: 6 €
bestellen bei situationspresse@gmx.de

Charakteristisch sind die Dialoge aus dem Off.

Das ist zwar ein Kalender, hat aber gar nichts Kalendarisches.

Wenn Sie wissen wollen, was der Mann mit Glatze dem Mann mit Hut sagt, müssen Sie dieses Druckwerk bestellen.

Sie helfen dadurch auch mit, daß DER METZGER weiter erscheinen kann.

Rohe Botschaft

Der Minister Ben-Gvir verkündet sicherlich keine diplomatischen Stellungnahmen. Doch ohne Botschafter muß er nicht auskommen. Am äußeren Rand der Israel-Lobby (er)regt sich ein Fanatismus, der dem Antisemitismus nicht nachsteht.
Hier mein Kommentar von 2025:

Helmut Loeven:
Die Irre von Youtube.
Sarah Maria Sander kennen Sie nicht. Sarah Maria Sander nicht zu kennen ist eine Gnade. Diese Gnade wurde mir nicht zuteil.
Sarah Maria Sander äußert sich auf ihrem Youtube-Kanal. Sie behauptet „aus Israel“ zu berichten. Sie behauptet, zu „berichten“. Und sie kommentiert von zuhause aus.
In einem ihrer „Kommentare“ geht sie auf die TV-Journalistin Sophie von der Tann los. Sie behauptet, die Berichterstattung von Sophie von der Tann sei „tendenziös, einseitig, verzerrt“. Die Zitate und „Belege“, die sie dafür anführt, bestätigen diese Anwürfe nicht. Im Gegenteil. Die Ausschnitte aus den Korrespondenten-Berichten bieten dem Betrachter nicht im geringsten Anlass, ihr journalistischen Standard abzusprechen.
Sophie von der Tann gilt in Fachkreisen als hochqualifizierte Journalistin. Die ARD traute zurecht gerade ihr die schwierige Aufgabe zu, aus dem Krisengebiet Israel/Palästina zu berichten. Diese Einschätzung wird durch die Ausschnitte, die Frau Sander zahlreich zitiert, bestätigt. Sie sollen aber Sophie von der Tann in ein schlechtes Licht stellen. Darum wird ihr jedes Wort im Munde herumgedreht. Die Vorwürfe, die so „belegt“ werden sollen, erweisen sich als geradezu irrsinnig.
Frau Sander unterstellt der ARD-Korrespondentin, pro Hamas zu berichten. Belege dafür: keine Spur.
Frau Sander beschuldigt die ARD-Korrespondentin, sie fördere „den Hass auf Israel und den isrealbezogenen Antisemitismus“. Kein Wort aus den zitierten Ausschnitten belegt dies. Was Frau Sander der Frau von der Tann eigentlich übelnimmt: Daß sie (und damit die ganze ARD) keine Werkzeuge sind für eine ungehemmte Hass-Propaganda gegen das Palästinensische Volk und für das rechtsextreme Netanjahu-Regime. Frau Sander, die der Korrespondentin zwanghaft „Einseitigkeit“ vorwirft, wünscht sich eine andere Einseitigkeit. Weiterlesen

„Eine Schande für das gesamte jüdische Volk und eine Schande für den Staat Israel“

„Tötungen“ im GazastreifenAussagen von Israels Minister Ben-Gvir lösen in Deutschland Empörung aus – Forderungen nach EU-Sanktionen.
Die Aussagen des rechtsextremen israelischen Sicherheitsministers Ben-Gvir über gezielte Tötungen im Gazastreifen haben in Deutschland parteiübergreifend Empörung ausgelöst. Ben-Gvir hatte in einem Podcast erklärt, er halte Tötungen in Gaza für richtig.
Ben-Gvir sprach von 30 bis 40 Menschen pro Nacht, die gezielt getötet werden sollten. Es gebe im Gazastreifen Menschen, die es nicht verdient hätten, zu leben. Weiter warb er für eine jüdische Besiedlung des Palästinensergebiets.
CDU-Politiker Hardt: Menschenverachtende Aussagen
Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Hardt, bezeichnete die Aussagen als menschenverachtend. Die EU müsse Ben-Gvir mit Sanktionen belegen, sagte der CDU-Politiker dem Deutschlandfunk.
Ähnlich äußerten sich gegenüber dem Dlf die außenpolitischen Sprecher von SPD und Grünen im Bundestag, Ahmetović und Düring.
Die Linken-Politikerin Reisner rief die Bundesregierung auf, alle Waffenexporte nach Israel zu stoppen. Zudem müsse das Assoziierungsabkommen zwischen der EU und Israel ausgesetzt werden, sagte Reisner dem Deutschlandfunk.
Der außenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Frohnmaier, kritisierte gegenüber „Politico“ die Aussagen Ben-Gvirs ebenfalls.
Scharfe Kritik auch von jüdischen Gemeinden
Auch jüdische Gemeinden in Europa kritisierten die Aussagen Ben-Gvirs scharf.
In Österreich nannte der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde für die Bundesländer Salzburg, Steiermark und Kärnten, Rosen, den Minister „eine Schande für das gesamte jüdische Volk und eine Schande für den Staat Israel“. Die israelische Regierung müsse sichtbare Konsequenzen ziehen und Ben-Gvir aus der Regierung entfernen, forderte Rosen.
Mehrere EU-Länder haben bereits Einreiseverbote gegen Ben-Gvir verhängt, darunter Spanien, Frankreich und Irland.
Ben-Gvir vertritt ultranationalistische, anti-arabische und rassistische Positionen. In seiner Jugend stand er der extremistischen und mittlerweile verbotenen Kach-Bewegung nahe. 2007 wurde der Politiker von einem israelischen Gericht wegen rassistischer Aufhetzung und Unterstützung einer terroristischen Vereinigung verurteilt.
Im Mai diesen Jahres löste er weltweite Empörung aus, nachdem er pro-palästinensische Aktivisten einer internationalen Hilfsflotte vor laufenden Kameras öffentlich verhöhnt hatte.
In einem Podcast forderte Ben-Gvir nun, im Gazastreifen „jede Nacht 30 bis 40 Menschen zu töten“ – selbst wenn diese keine unmittelbare Gefahr darstellten. Es gebe dort Menchen, die kein Recht zu leben hätten, erklärte Ben-Gvir. Die Äußerungen wurden in Europa und Deutschland parteiübergreifend als menschenverachtend verurteilt und lösten Rufe nach EU-Sanktionen aus.

Deutschlandfunk 18.8.2026

Das Wort zum Sonntag

Daß es ein beharrlich bewahrtes Refugium der Weiblichkeit sei,
die Abseitsregel nicht zu verstehen,
hat mal einer erzählt.
Um sich dessen zu versichern, hat er vielleicht versucht,
es einer Dame zu erklären.
Wenn ein deutscher Familienvater (oder Junggeselle) versucht,
etwas zu erklären, fängt er bei Adam & Eva an und versucht,
alles in einem Satz unterzubringen.
Tatsächlich ist es so:
Frauen können die Abseitsregel nicht verstehen,
denn Männer können sie nicht erklären.

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